Die beste Füllung für den Boxsack – Tipps und Tricks!


Füllung für den Bocksack

Der Boxsack, im herkömmlichen Sprachgebrauch auch Sandsack genannt, ist ein vielseitiges und unentbehrliches Trainingsutensil für jeden Kampfsportler. Am Boxsack, es gibt das klassische aufzuhängende Modell und den modernen Standboxsack fürs Heimtraining, lassen sich Schlagkraft, Schlagkombinationen, Kraftausdauer und Koordination trainieren.

Als Füllmaterialien für einen Boxsack kommen Textilreste, Schaumstoff, Sand und Granulate aus Kork und Kunststoff infrage. Auch Sägespäne, Reis und Hülsenfrüchte eignen sich, in Kombination mit anderen Materialien, luftdicht verpackt, zum Befüllen eines Boxsacks. Das beugt Schimmelbildung vor.

Was dabei zu beachten ist, welche Kombinationen an Füllmaterialien am besten geeignet sind und kostengünstige Lösungen, stelle ich dir in dem Beitrag vor.

Warum einen Boxsack selbst befüllen?

Die einfachste und bequemste Art ist es zwar, einen Boxsack online zu bestellen und direkt nach Hause liefern zu lassen. Boxsäcke gibt es fix und fertig befüllt zu kaufen, was die unkomplizierteste Methode darstellt, aber auch Nachteile mit sich bringt.

Man kann den Sack aber auch selbst befüllen.

Den Boxsack selbst zu füllen, bringt neben den geringeren Versandkosten, beim Kauf, einige Vorteile. So ist es möglich, Gewicht und Härte des Sacks, an die individuellen Vorlieben und Vorstellungen anzupassen.

Ein Boxsack, sollte an das eigene Körpergewicht und in der Härte für den beabsichtigten Trainingszweck adaptiert werden. Als Faustregel gilt, wer Schläge am Boxsack üben möchte, dessen Sack sollte ungefähr sein halbes Körpergewicht wiegen. Kickboxer sollten von 75 % bis 100 % des eigenen Körpergewichts ausgehen.

Detaillierte Angaben dazu findest du unter:

Die Art des Füllmaterials und dessen Verteilung im Boxsack bestimmen die Härte des Sacks. Der Sack sollte, idealerweise an allen Stellen gleich hart und keinesfalls zu hart sein. Eine zu harte kompakte Füllung belastet übermäßig, Hand-, Ellenbogen- und Schultergelenke.

Die besten Füllmaterialien für den Boxsack

  1. Textilreste – Altkleidung
  2. Schaumstoff
  3. Kunststoffgranulat
  4. Korkgranulat
  5. Sand
  6. Reis, Mais
  7. getrocknete Hülsenfrüchte
  8. Sägespäne
  9. Karton (Abdeckung oben und unten)

Die Kombination und Verteilung der Füllmaterialien im Sack machen dessen Härte und Gewicht aus. So lässt sich der Boxsack, ideal auf die individuellen Bedürfnisse anpassen. Materialien, die dazu neigen Feuchtigkeit aufzunehmen, müssen in luftdichten Säckchen verpackt werden.

Diese Säcke sollten etwa 2 bis 3 Kilogramm schwer sein und mit Klebeband vollständig umhüllt werden. Das verhindert ein Einreißen der Verpackung und Auslaufen der Füllungen. Die kleinen Säcke können optimal im Inneren des Sacks verteilt werden.

Die Füllung bleibt vor Feuchtigkeit geschützt, es kommt zu keiner Schimmelbildung und Geruchsentwicklung und das Füllmaterial, bleibt dort, wo es eingelagert wurde. Der Boxsack behält so seine Form und die beim Befüllen angestrebte Härte.

Eignet sich Sand als Füllung für den Boxsack?

Sand ist zur Befüllung des Boxsacks gut geeignet. Sand wird dabei im Kombination mit Stoff- und Textilresten, Schaumstoff und anderen Materialien verwendet. Der trockene Sand wird dabei in etwa 2 bis 3 kg schweren Kunststoffpäckchen verpackt, die mit Klebeband umhüllt werden.

Die Päckchen werden zwischen den anderen Materialien gleichmäßig verteilt. Das gewährleistet, eine ausgewogene, gleich bleibende Härte, des Boxsacks.

Über die mit Sand gefüllten Päckchen kannst du das Gewicht und die Härte des Boxsacks justieren.

Der Kardinalfehler wäre es, Sand einfach so in den Boxsack zu schütten. Das Gewicht, des Sacks, wäre viel zu hoch, der Sand wäre durch seine hohe Dichte und den Druck im Sack, steinhart. Das Training am Gerät, wenn es sich überhaupt, dauerhaft sicher aufhängen ließe, würde eine hohe Belastung für die Gelenke darstellen.

Textilreste als Füllmaterial für den Boxsack?

Textilreste oder alte nicht benötigte Kleidung in 3 -4 cm breite Streifen geschnitten, stellen ein kostengünstiges Füllmaterial für Boxsäcke dar. Sie können preiswert zugekauft oder selbst hergestellt werden. Lederstreifen sind etwas schwerer und kompakter, können aber durchaus auch beigemischt werden.

Das alleinige Befüllen mit Textilresten eignet sich nicht für kleine Boxsäcke, wenn sie von Erwachsenen benutzt werden. Das Endgewicht des Boxsacks wäre zu gering. Der Sack würde bei den Schlägen zu sehr auspendeln.

Textilreste sind in Kombination mit anderen Materialien ideal zum Befüllen von Boxsäcken. Sie geben dem Sandsack eine angenehme Härte und puffern Schläge optimal ab. Das reduziert die Belastung der Gelenke im Training ganz entscheidend.

Schaumstoff zum Befüllen des Bocksacks

Schaumstoffreste oder auch Matten eignen sich sehr gut zum Befüllen und zur Strukturierung der Füllung im Boxsack. Um eine gleichmäßige Härte des Sacks zu gewährleisten, sollte der Schaumstoff, Matten oder breite Streifen eignen sich besonders gut, direkt an der Hülle des Sacks angebracht werden.

Mit breiten Schaumstoffstreifen oder Matten lässt sich dem Boxsackinneren auch eine gute Struktur geben. Kombiniert mit, Textilstreifen, Kunststoffgranulat und Sandpäckchen oder anderen vergleichbar verpackten, Füllungen hoher Dichte, lässt sich die Füllung optimal schichten.

Sägespäne – Mais – Reis – Hülsenfrüchte als Boxsackfüllung?

Sägespäne neigen dazu, Feuchtigkeit aufzunehmen und dann zu schimmeln. Sie müssen also, wenn sie als Füllmaterial verwendet werden, luftdicht abgepackt werden. Ähnliches gilt für getrocknete Hülsenfrüchte oder Reis. Bei letzteren gibt es einen weiteren Grund, diese separat in Päckchen zu verpacken, wie es beim Sand der Fall ist.

Es gilt ein nach unten Rieseln der Befüllung im Lauf der Zeit zu verhindern. Die Charakteristik des Sandsacks, der gleichmäßiger Härtegrad, soll ja erhalten bleiben.

Die hohen Kosten von Nahrungsmitteln als Füllmaterial und die mögliche Staubentwicklung, durch sich mit der Zeit pulverisierende Füllmaterialien, sind ein weiterer Grund, Sägespäne, Mais und Hülsenfrüchte, solltest du sie verwenden, vorher luftdicht abzupacken.

Gummigranulat als beste Boxsackfüllung?

Gummigranulat eignet sich hervorragend als Boxsackfüllung. Es sollte aber in Päckchen, Gefrierbeutel eignen sich gut dazu und mit anderen Befüllungen kombiniert werden. Die Kombination mit Stoffresten im äußeren Bereich des Sacks, ist ideal.

Das Gummigranulat ist wetterbeständig, schimmelt nicht und neigt nicht zur Geruchsentwicklung, kann aber stauben. Es eignet sich auch zum Füllen von Boxbirnen.

Wer seinen Boxsack ausschließlich mit Gummigranulat füllt, muss mit einem sehr schweren und für viele Boxer, zu hartem Sack, rechnen.

Tipps – Boxsack richtig füllen – Karton als Abdeckung

Damit die Form des Boxsacks länger und besser erhalten bleibt, ist es sinnvoll, zwei jeweils gleich große dem Durchmesser des Boxsacks angepasste Kartonscheiben auszuschneiden. Diese Scheiben werden vollständig mit Klebeband abgeklebt und am Boden und nach Befüllung, Kopf des Sandsacks eingesetzt.

Auf die kreisförmige Bodenplatte aus Karton solltest du ca. 15 cm tief, Kleidungsreste einfüllen und mit einem Stock verdichten. Dann kannst du ihn mit verschiedenen Füllmaterialien, die deinen Vorstellungen am besten entsprechen, auffüllen.

Kleine, 2 bis 3 Kilogramm schwere abgedichtete und mit Tape abgeklebte, zylindrische Sandpäckchen, sollten mittig im Sandsack gelagert werden. Um sie herum, lagerst du weicheres Füllmaterial, wie Stoffreste, Gummigranulat und Schaumstoff ein.

Das ist eine einfache, aber bewährte Methode, einen Boxsack zu befüllen.

Fazit – die besten Füllungen für den Boxsack

Den Boxsack selbst zu befüllen ermöglicht es dir, das Gewicht und den Härtegrad deines Sacks, optimal auf deine Bedürfnisse einzustellen. Beim Kauf, eines ungefüllten Boxsacks, ersparst du dir außerdem, einen großen Teil der Versandkosten.

Die am besten geeigneten Füllmaterialien sind Sand (in kleinen luftdichten, mit Klebeband umhüllten Päckchen verpackt), Stoffreste, Gummigranulat und Schaumstoff. Die sind kostengünstig erhältlich und neigen nicht zur Schimmelbildung und Geruchsentwicklung.

Wer sich in Krisenzeiten einen Lebensmittelvorrat anlegen möchte, kann dies luftdicht verpackt auch mit Mais, Reis und Hülsenfrüchten als Teil der Füllung tun. Abgesehen davon, sind Lebensmittel, als Füllmaterial teurer und anfälliger für Schimmelbildung.

Viel Spaß beim Training!

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