Grappling – Techniken, Stile, Selbstverteidigung


Grappling
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Grappling, Techniken, Stile, Selbstverteidigung

Spektakuläre Kämpfe im Ringen, Judo, Brazilian Jiu-Jitsu werden weltweit ausgetragen und erfreuen sich großer Beliebtheit, bei Aktiven und Zuschauern. Diese und andere Kampfsportarten verzichten im Wettkampf ganz auf Schläge und Tritte. Ihre historische Entwicklung ist so alt wie die Menschheit selbst.

Unter Grappling (Griffkampf/ -Methoden) verstehen wir den unbewaffneten Nahkampf, in dem auf Schläge und Tritte verzichtet wird. Im Kampf nutzt der Grappler Würfe, Hebel, den Clinch und Würgetechniken, sowohl im Stand als auch am Boden. Ringen, Judo, Brazilian Jiu-Jitsu gehören zu den beliebtesten.

Historisch für den realen Kampf, als fixer Bestandteil kriegerischer Ausbildungen gedacht, haben sich viele Arten des Ringkampfes in die sportliche Richtung entwickelt. In vielen Kampfkünsten ist der kriegerische Aspekt bis heute noch präsent.

Worum geht es im Grappling?

Im Grappling, das wir im Deutschen als Ringen oder auch Raufen bezeichnen, wird sowohl im Stand als auch am Boden gekämpft.

Ziel ist es den Gegner zu Boden zu bringen und ihn dort zur Aufgabe zu zwingen, bzw. einen Punktevorteil im Wettkampf zu erzielen. Im sportlichen Wettkampf sind abhängig von der Stilrichtung und dem damit verbunden Regelwerk verschiedene Techniken dazu erlaubt.

Besonders gefährliche Techniken wurden aus dem sportlichen Wettkampf entfernt. Das genaue Regelwerk ist vom jeweiligen Kampfsport und Verband abhängig.

Es gibt im Grappling Wettkämpfe mit Gi, dem „Judoanzug“ und ohne Gi. Der Gi, erlaubt über das Greifen der Kleidung, unterschiedliche Techniken, vom Wurfansatz bis zu Würgetechniken anzusetzen. In den Kämpfen ohne Gi, müssen die Griffe entsprechend adaptiert werden und dann auf einen Teil der technischen Möglichkeiten, die der Gi bietet verzichtet werden.

Grapplingwettkämpfe werden über einen Punktevorteil oder Aufgabe entschieden.

Der Ringkampfsport, das griechisch – römische Ringen und das Freistilringen, sowie das japanische Judo sind olympische Wettkampfdisziplinen.

Welche Techniken werden im Grappling genutzt?

Wurftechniken

Über eine Vielzahl von Würfen wird der Kontrahent zu Boden gebracht. Wir unterscheiden Hüftwürfe und Schulterwürfe. Gut durchgeführte Würfe, auf hartem Untergrund, können zur sofortigen Kampfunfähigkeit des Geworfenen führen. Im Sport sorgen der Mattenboden und gut trainierte Kämpfer für wenig Verletzungen bei Würfen.

Fegetechniken/Sweeps

Diese Fegetechniken nehmen dem Gegner das Gleichgewicht, indem sie ein oder zwei Beine im wahrsten Sinn des Wortes vom Boden fegen. Fegetechniken werden auch in Kombination mit Würfen benutzt. Auch tiefe Tritte werden, beispielsweise im Muay Thai, zum Fegen genutzt. Die Grenze zwischen Fegen und Treten ist oftmals fließend.

Take Downs

Der Take Down ist eine weitere Möglichkeit, den Gegner zu Boden zu bringen. Es wird zwischen single Leg Take down und double leg take down unterschieden, je nachdem, ob ein oder zwei Beine attackiert werden. Um einem Take Down zu entgehen, wird Beinarbeit zum Ausweichen und der sogenannte Sprawl eingesetzt. Beim Sprawl wird die Hüfte weg vom Gegner nach hinten unten gedrückt. Zur gleichen Zeit werden die Beine aus der Reichweite der gegnerischen Arme gebracht.

Gelenkhebel

Die Gelenkhebel greifen in Integrität einzelner Gelenke an. Der routinierte Grappler, allen voran die Adepten des Brazilian Jiu-Jitsu, sind echte Experten darin. Im Wettkampf besteht das sportliche Ziel darin, den Gegner über Hebeltechniken zur Aufgabe durch Abklopfen zu zwingen. Wird ein richtig angesetzter Hebel durchgezogen, führt das unweigerlich zur Zerstörung des angegriffenen Gelenks.

Würgetechniken

Würgetechniken habe im Sport die Aufgabe des Gegners zum Ziel. Eine gut angesetzte Würgetechnik unterbindet die Sauerstoff- bzw. Blutzufuhr zum Gehirn und führt binnen weniger Sekunden zur Bewusstlosigkeit. Es wird folgerichtig zwischen Blut- und Luftwürgetechniken unterschieden.

Halte- und Kontrolltechniken

Haltegriffe dienen dazu, den Gegner in nachteiliger Lage zu fixieren, um den Gegner zu ermüden und sich Schritt für Schritt in bessere Positionen vorzuarbeiten. Werden Schläge und Tritte mit dem Grappling verbunden, so erlauben Kontrolltechniken es den Gegner am Schlagen und Treten zu hindern.

Push/Pull (Schub/Zug)

Vor allem im Standkampf greift der Ringer das Gleichgewicht seines Gegners permanent durch Ziehen, Schieben an. So kann er Folgetechniken, wie Würfe oder Take Downs besser vorbereiten. Die Griffmöglichkeiten, die sich dem Grappler bieten, hängen entscheidend davon ab, welche Kleidung getragen wird. Ein Gi bietet hier mehr Möglichkeiten als ein Ringeroutfit.

Hub

Der Kontrahent wird leicht angehoben. Das ermöglicht es dem Grappler selbst sicherer zu stehen (Grounding) und gleichzeitig den Gegner zu destabilisieren.

„Aufgabetechniken“

Jeder Grappler lernt am Beginn seines Trainings, dass er durch das sogenannte Abklopfen (tap out), den sportlichen Kampf zu seiner eigenen Sicherheit augenblicklich beenden kann. Abgeklopft kann am Gegner oder am Boden werden, je nachdem welche Möglichkeit sich gerade bietet. Im sportlichen Wettkampf ist die Aufgabe kampfentscheidend. Die angesetzte Technik hätte im Ernstfall zu schweren Verletzungen, Bewusstlosigkeit oder gar dem Tod geführt.

Im sportlichen Wettkampf wird, abhängig von der Sportart, nach unterschiedlichen Punktesystemen und durch Aufgabe entschieden. Ziel im Grappling ist es, eine dominante Position zu erlangen, um Folgetechniken vorzubereiten bzw. den Gegner zu ermüden.

Verbotene/gefährliche Techniken im Grappling-Wettkampf

Welche Techniken im Grappling erlaubt und verboten sind, hängt von der jeweiligen Sportart ab. So gehören Angriffe auf die Beine in manchen Stilen (Judo, griechisch – römisch Ringen u.a.) zu den verbotenen Techniken, während sie in anderen erlaubt sind. Ähnlich verhält es sich mit Würge- und Hebeltechniken. Hebeltechniken im Stand sind im Sport aufgrund ihrer Gefährlichkeit zumeist verboten.

Dafür gibt es zwei Gründe:

Zum einen zwingen Technikverbote die Sportler in anderen Bereichen durch Spezialisierung besser zu werden, zum anderen sind manche Techniken einfach zu gefährlich für Leib und Leben der Sportler.

Zu den aufgrund ihrer Gefährlichkeit im Grappling-Sport verbotenen Techniken gehören:

Verboten – Hebel im Stand:

Der eigentliche Sinn von Gelenkhebeln war nicht, wie heutzutage im Sport, die Aufgabe des Gegners, sondern bestand darin, den Kontrahenten kampfunfähig zu machen. Ein schwer verletzter Gegner kann in der Regel nicht mehr wirksam weiterkämpfen, wenn er zu irgendeiner Art des Widerstands überhaupt noch in der Lage sein sollte. Ein Beispiel für solche Hebel wären die Handgelenkhebel im japanischen Aikido. Durch die sanfte Ausführung wird es dem Geworfenen ermöglicht, sicher zu fallen. Ursprünglich wurde durch derart angerissene Hebel das Handgelenk zerstört.

Verboten – Beinhebel:

Beinhebel sind aufgrund ihrer hohen Verletzungsgefahr in verschiedenen Arten des Grapplings verboten, wenn auch nicht in allen. So werden Beinhebel im russischen Sambo noch im Wettkampf praktiziert. Im Brazilian Jiu-Jitsu werden sie teilweise, bei fortgeschrittenen Wettkämpfern, erlaubt.

Verboten – Genickhebel und – Würfe:

Bei Genickhebeln ist die Gefahr eines Genickbruches äußert hoch, wenn der Geworfene sich nicht schnell genug mitbewegt. Diese Art der Hebel finden ausschließlich in Kampfkünsten und der Selbstverteidigung Platz, da sie für den gewinnorientierten sportlichen Wettkampf zu gefährlich sind.

Verboten – Fingerhebel:

Fingerhebel setzen an einzelnen Fingern an. Sanft angesetzt, zwingen sie den Gehebelten in die gewünschte Richtung. Schnell durchgeführt, brechen sie Finger und Gelenke.

Verboten – Finger in Körperöffnngen einführen

So seltsam das klingen mag, dies ist aus gutem Grund verboten. In den Ursprüngen des ringerischen Kampfes, im realen Kampf auf Leben und Tod, war alles erlaubt. Die Finger in die Augen einzuführen, konnte kampfentscheidend sein und wurde dementsprechend praktiziert.

Die sportliche Variante – die tatsächlich, als schmutziger Trick heute noch in Wettkämpfen verwendet wird, möchte ich hier nicht detailliert beschreiben. Nur soviel – es geht darum, die Hüfte des Gegners besser unter Kontrolle zu bekommen….

Die bekanntesten Arten/Stile des Grapplings

  1. Ringen: Der Ringkampfsport ist seit der Antike ein olympischer Wettkampfsport.
  2. Judo: Der japanische Kampfsport hat sich aus dem Jiu-Jitsu entwickelt. Judo wird auf der ganzen Welt betrieben und ist ebenfalls olympische Disziplin.
  3. Sumoringen: Der traditionelle japanische Ringkampf der Schwergewichte.
  4. Shuai Chiao (China)
  5. Brazilian Jiu-Jitsu: Aus dem japanischen Jiu-Jitsu entwickelt, hat sich BJJ auf den Bodenkampf spezialisiert.
  6. Luta Livre: Eine weitere brasilianische Ringkampfmethode, technisch eng mit dem BJJ verwandt.
  7. Sambo: Grappling ist ein wichtiger Bestandteil der russischen Kampfmethode. Es gibt im Sambo sowohl reine Grappling Wettkämpfe als auch Veranstaltungen, in denen zusätzlich schlagen und treten erlaubt ist.

 Kampfsportarten und Kampfkünste die Grappling zusätzlich nutzen:

  1. Jiu-Jitsu: Im alten japanischen Jiu-Jitsu gibt es ähnlich wie beim MMA eine Vielzahl von Techniken. Der Herangehensweise ans Training ist aber viel traditioneller und der Selbstverteidigungsaspekt überwiegt.
  2. MMA: Mixed Martial Arts
  3. Aikido: Die japanische Kampfkunst ist äußerst vielschichtig und nutzt Würfe, Feger und Hebeltechniken.
  4. Muay Thai/ Thaiboxen: Bekannt für den Clinch, aus dem auch mit Würfen und Fegern gearbeitet wird. Bodenkampf gibt es allerdings keinen.
  5. Philippinische Kampfkünste: Dumog

Grappling die historische Entwicklung

Die Entstehung des Grapplings bzw. des Ringens, reicht viele tausende Jahre zurück. Grappling ist sowohl ein wichtiger Bestandteil des Nahkampfes, als auch eine wertvolle Trainingsmethode für die allgemeine Fitness und war immer schon Teil der kämpferischen Ausbildung von Kriegern.

Ringerische Traditionen finden wir weltweit in nahezu allen Kulturen.

Im Grappling wird auf Schlagen und Treten verzichtet. Das ermöglicht es relativ sicher, ohne große Verletzungsgefahr im Vollkontakt zu trainieren und realistische, überprüfbare Trainingsergebnisse zu erzielen. Das Ringen erfordert eine hohe körperliche Fitness, was es zu einem unverzichtbaren Bestandteil der körperlichen Grundausbildung von Männern/Kriegern in Gesellschaften gemacht hat.

Selten, aber doch, kam und kommt es auch in bewaffneten Zweikämpfen zum Ringkampf. Das ist dann der Fall, wenn sich die Kontrahenten zu nahe kommen, um ihre Waffen effektiv nutzen zu können. Das trifft auch zu, wenn einer der Kämpfer es schafft, die Distanz bewusst zu schließen, um sich in Sicherheit vor der Waffe zu bringen.

So ist das Ringen fest in alten europäischen und außereuropäischen Kampfmethoden verwurzelt.

In modernen Zeiten hat sich das Grappling zunehmend als Wettkampfsport etabliert, in dem auf internationalen Wettkämpfen gekämpft wird.

Ist Grappling zur Selbstverteidigung geeignet?

Grappling hat in der Selbstverteidigung einen wichtigen Platz, sollte aber noch zusätzlich um Schläge erweitert werden. Scheitern Schläge oder Tritte aufgrund mangelnder Wirkung oder wird die Distanz zum Gegner erfolgreich überbrückt, finden sich die Kontrahenten zumeist in der absoluten Nahdistanz wieder. Schläge erweisen sich hier als wenig effektiv, wenn die Arme vom Gegner kontrolliert werden und der Raum um effektive Schläge zu führen zu eng ist.

Beitrag: Ist Judo zur Selbstverteidigung geeignet?

Fähigkeiten im Ringen bringen folgende Vorteile in der Selbstverteidigung:

  • Das Schlagen und Treten des Gegners kann erfolgreich unterbunden werden.
  • Der Gegner kann mit Würfen, Take Downs, Fegern oder Hebel zu Boden gebracht werden.
  • Gelenkhebel können angerissen, das heißt explosiv ausgeführt, den Gegner schon im Stand schwer verletzen.
  • Auf hartem Boden zu Fall zu kommen, kann einen Kampf schon unmittelbar beenden. Das gilt umso mehr, wenn der Geworfene nicht über eine gute Fallschule verfügt, aber selbst die kann nicht ausreichen, um halbwegs unbeschadet, einen gekonnten Wurf zu überstehen.
  • Da ein relativ geringer Prozentsatz im Ringen und noch weniger im Grappling am Boden geübt sind, reicht zumeist ein relativ geringer Trainingsaufwand, um dem Untrainierten gegenüber einen deutlichen Vorsprung an Kampfkraft zu erlangen. So lassen sich Auseinandersetzungen am Boden relativ schnell durch Hebel oder Würgetechniken entscheiden.

In vielen Selbstverteidigungssituationen kann der Versuch zu grappeln aber auch massive Risiken in sich bergen:

  • Durch das Ringen ist man selbst unmittelbar an den Gegner gebunden. Das hat wie oben beschrieben durchaus Vorteile, kann aber auch massive Nachteile mit sich bringen.
  • Du kannst dich nicht mehr so leicht lösen. Greifen andere Menschen zu deinem Nachteil ein, bist du ihnen ausgeliefert. Du wirst dir sehr schwertun, Schlage und Tritte oder gar Waffen abzuwehren oder ihnen auszuweichen. Zwar kannst du versuchen deinen Gegner, als Schutzschild zu verwenden, der Versuch ist aber zusätzlich durch deine mangelnde Mobilität eingeschränkt.
  • Hat dein Gegner eine Waffe, beispielsweise ein Messer zur Verfügung, bist du ihm, sofern es dir nicht gelingt die Waffe zu kontrollieren, komplett ausgeliefert. Dem Thema Verteidigung gegen Messerangriffe habe ich in diesem Blog mehrere Beiträge gewidmet. Die Chancen einen solchen, wirklich ernstgemeinten Angriff halbwegs gesund zu überstehen sind in jedem Fall sehr gering.
  • Der Bodenkampf in der Selbstverteidigung ist ebenfalls ein umstrittenes Thema. In einem Kampf Mann gegen Mann, in manchen Situationen durchaus sinnvoll, kann er auf hartem Untergrund und der Anwesenheit Dritter zu einem echten Eigentor werden. Durch die mangelnde Mobilität wirst du zu einem leichten Ziel für Personen, die zu deinen Ungunsten in die Auseinandersetzung eingreifen.

Die meiner Ansicht nach vernünftigste Möglichkeit Fähigkeiten im Grappling in der Selbstverteidigung zu nutzen ist es, sich schnell aus dem Ringen oder Bodenkampf zu befreien und darauf abzuzielen nicht am Boden zu landen. Natürlich können Würfe in der passenden Situation effektiv genutzt werden, den Gegner schnell loszuwerden. Der Grundgedanke sollte aber sein, sich so schnell wie möglich an der Bindung zum Gegner zu lösen, falls diese im Eifer der Auseinandersetzung zustande gekommen sein sollte.

Für wen ist Grappling geeignet?

Jeder durchschnittlich gesunde und sportliche Mensch, der keine Abneigung gegen unmittelbaren engen Körperkontakt hat, kann Grappling betreiben. Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Sportarten zur Auswahl. Körperlich sehr fordern ist der klassische Ringkampf, athletische Fähigkeiten sind hier mehr gefordert als im sehr technisch und auf den Bodenkampf fixierten Brazilian Jiu-Jitsu.

Da das Trainingsangebot sehr vielschichtig ist, ist für fast jede Zielgruppe etwas dabei. So gibt es in den Sportarten unterschiedliche Leistung und Altersgruppen. Wer es weniger sportlich und traditioneller mag ist in den Kampfkünsten, die vielfach Grappling Elemente beinhalten besser aufgehoben.

Für Kinder ist Grappling eine hervorragende Möglichkeit, mit Kampfsport zu beginnen und einen natürlichen Ausgleich zum Schulalltag zu finden. Raufen, rangeln und ringen sind im Menschen von Natur aus angelegt. Der Verzicht auf das Schlagen und Treten macht Grappling, sei es nun Judo, Brazilian Jiu-Jitsu oder der klassische Ringkampfsport auch für kleine Kinder, ab 5 Jahren interessant.

Grappling ist durchaus auch für Frauen interessant und bietet gerade für die Selbstverteidigung am Boden, der im Schnitt körperlich unterlegenen Frau, eine Vielzahl wirksamer und praktikabler Techniken. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, deckt Grappling nur einen durchaus wichtigen Teil des Selbstverteidigungsaspektes ab.

In vielen Grappling Stilen, wie dem Brazilian Jiu-Jitsu, trainieren Frauen und Männer gemeinsam. Das hat den Vorteil, dass Frauen lernen im sportlichen Kampf mit stärkeren Männern umzugehen, die große körperliche Nähe ist aber naturgemäß nicht für jede Frau akzeptabel.

Welche Ausrüstung benötigt der Grappler?

Für das Grappling benötigst du entweder einen Gi, den klassischen Judoanzug, ein Ringertrikot oder ein eng anliegendes, abriebfestes T-Shirt und eine Hose. Eine Suspensorium/Tiefschutz und Ohrenschutz ist ebenfalls zu empfehlen. Trainiert wird auf einem Mattenboden.

Profis nutzen gerne zusätzlich einen Grappling Dummy. Der ersetzt im Einzeltraining den Partner und erlaubt Würfe und andere Techniken mit voller Kraft ohne Rücksicht auf den Partner zu üben. Werden zusätzlich Schläge benutzt, bietet der Dummy die Möglichkeit aus allen Positionen hart zu schlagen.

Die Kosten für das Grappling Training hängen stark von der Sportart und dem Anbieter ab. Generell lässt ich aber sagen, dass weit verbreitete Sportarten wie Ringen oder Judo in einer Vielzahl von Vereinen sehr günstig betrieben werden können.

Fazit Grappling

Das Angebot an ringerischen Kampfsportarten ist im deutschsprachigen Raum sehr breit gefächert. Es reicht vom traditionellen Ringen und dem Judo, die sich in Vereinsstrukturen etabliert haben und sehr günstig zu erlernen sind, bis hin zu neueren und exotischeren Varianten des Grapplings.

Das Brazilian Jiu-Jitsu zählt zu den modernen und beliebtesten Kampfsportarten weltweit. Es hat sich einen ausgezeichneten Ruf in Vergleichskämpfen mit unterschiedlichen Kampfsportarten gemacht.

Wer mit dem Grappling beginnen möchte, kann zwischen Sport, aber auch eine große Zahl von Kampfkünsten, die ringerische Techniken nutzen, wählen.

Wer keine Angst vor engem körperlichen Kontakt zu seinen Trainingspartnern hat, wird bei dem breiten Angebot sicher den passenden Stil finden.

Für die Selbstverteidigung ist ein gewisses Grundgerüst an ringerischen Fähigkeiten sehr sinnvoll, diese müssen allerdings noch um Schläge, Waffen und eventuell Tritte erweitert werden, um den technischen Aspekt von Gewalt hinreichend abzudecken.

Viel Spaß beim Training

Martin

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